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J. v. Eybler – Die vier letzen Dinge (1810)

Eine phantastische Musik, ein außergewöhnlich dramatisches Oratorium, auf das mich Ilia Korol mit aufmerksam gemacht hat, und dessen szenische Aufführung wir gemeinsam mit dem ensemble moderntimes realisieren wollen.

Musikalisch zwischen Mozarts »Requiem« und Webers »Wolfschlucht« angesiedelt, ist die Komposition von Salieris Nachfolger auf dem Posten des Wiener Hofkomponisten ein singuläres Werk von theatralischer Intensität, sowohl in Chor- und Solistenführung aber auch in der Instrumentalmusik mit den vielen recitativi accompagnati. Trotz der gleichnishaften und symbolischen Thematik gelingen Eybler Momente von unvergleichlicher Eindrücklichkeit. Der Themenkomplex kreist wie schon im Titel angedeutet: um Tod, Jüngstes Gericht, Himmel und Hölle. Ein Stück, sowohl für das erweiterte Konzertpodium als auch für die Bühne. Eine echte Entdeckung!